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Der Ratgeber

Kostenlose Beats zum Rappen: was du darfst, was nicht und wann sich eine Lizenz lohnt

Kostenlose Beats zum Rappen darfst du fast immer zum Üben, für Freestyles und Demos nutzen. Für einen Release auf Spotify oder ein monetarisiertes YouTube-Video brauchst du dagegen eine schriftliche Lizenz des Produzenten, die genau das erlaubt. „Free for Profit“ im Videotitel reicht nicht: Manche Distributoren verlangen den Lizenztext, und ein Beat, den viele nutzen, gehört nicht in Content ID.

Kostenlose Beats zum Rappen findest du an jeder Ecke: auf YouTube, in Download-Ordnern, als Geschenk im Newsletter eines Produzenten. Für die ersten Parts, für Freestyle-Sessions und Demos sind sie ein guter Einstieg. Spannend wird es, wenn aus der Demo ein Song werden soll. Darf man Free Beats benutzen, um ihn auf Spotify hochzuladen oder auf YouTube Geld damit zu verdienen? Dieser Ratgeber erklärt die Begriffe, zeigt Plattform für Plattform, was ein kostenloser Beat erlaubt und was nicht, und gibt dir sechs Prüfpunkte, mit denen du eine echte Gratis-Lizenz von einer leeren Ansage unterscheidest. Am Ende steht, wie du auf unseren Beats kostenlos schreibst und übst und wann sich eine Lizenz lohnt.

Free Beat, Non-Profit, Creative Commons: was die Begriffe heißen

Wer Beats kostenlos downloaden will, stößt auf eine Handvoll Begriffe, die ähnlich klingen und sehr Unterschiedliches erlauben. Sie stehen im Videotitel, in der Beschreibung oder im Dateinamen, und ein Titel wie „Free Beats to use“ sagt für sich genommen noch gar nichts.

Die Faustregel: Der Titel eines Videos ist Werbung, die Bedingungen sind der Vertrag. Lies immer beides, und wenn es keine Bedingungen gibt, behandle den Beat als Übungsbeat.

Free for Profit Beats: Bedeutung und Kleingedrucktes

„Free for Profit“ verspricht mehr als ein normaler Free Beat: Laut RouteNote darf ein solcher Beat kostenlos genutzt werden, zum Spaß ebenso wie kommerziell, also auch für einen Song, mit dem du Geld verdienst. Das Versprechen reicht aber nur so weit, wie es schriftlich festgehalten ist. Für welche Plattformen es gilt, ob ein Credit Pflicht ist, ob es Grenzen gibt und wie mit Content ID umgegangen wird, entscheidet der Produzent. Zwei Distributoren zeigen, wie genau beim Upload hingeschaut wird:

Für Free for Profit Beats auf Spotify heißt das: Sichere die Bedingungen, bevor du hochlädst. Mach einen Screenshot der Beschreibung, lade die Lizenz herunter, wenn es eine gibt, und notier dir Namen und Kontakt des Produzenten. Beschreibungen ändern sich, Videos verschwinden, und dann stehst du ohne Nachweis da. Im Zweifel bittest du per Mail um eine kurze schriftliche Bestätigung, dass du den Beat für einen Release auf Streaming-Plattformen nutzen darfst. Und denk daran: Auch ein Free for Profit Beat ist nicht exklusiv. Dieselbe Datei liegt bei vielen anderen Rappern, und das spielt bei Content ID eine Rolle.

Lizenzfrei heißt nicht kostenlos, und Beats ohne Urheberrecht gibt es nicht

Wer „lizenzfreie Beats kostenlos“ sucht, wirft zwei Dinge zusammen, die nichts miteinander zu tun haben. Lizenzfrei, auf Englisch royalty free, heißt bei Beats: Du zahlst einmal für die Lizenz und gibst danach keinen Anteil pro Stream oder Verkauf an den Produzenten ab. Eine Lizenz brauchst du trotzdem, und meistens kostet sie Geld. Lizenzfreie Beats sind also kein anderes Wort für Gratis-Beats, und lizenzfreie Rap Beats findest du deshalb oft in Shops mit Preisschild. Kostenlos und lizenzfrei zugleich ist ein Beat nur, wenn der Produzent ihn ausdrücklich so freigibt.

Noch hartnäckiger hält sich die Suche nach Beats ohne Urheberrecht. Ein Beat ist ein Werk seines Produzenten, und der entscheidet, wer ihn wie nutzen darf. „No Copyright“ oder „Copyright free“ in einem Videotitel ist eine Ansage des Uploaders, keine Lizenz, und sie ersetzt keinen Nachweis. Distributoren wie CD Baby verlangen, dass du die Rechte an der Aufnahme besitzt oder die Erlaubnis der Rechteinhaber hast. Was es gibt, sind Produzenten, die ihre Beats zu bestimmten Bedingungen freigeben. Ihre Rechte behalten sie dabei, und die Bedingungen solltest du kennen.

Was ein kostenloser Beat erlaubt und was nicht

Ob kostenlose Beats für Rap, Free Beats für Deutschrap oder Trap-Loops aus einem Download-Ordner: Die Grenzen liegen fast immer an denselben Stellen. Hier der Überblick, Plattform für Plattform.

Ein Sonderfall, den viele für einen Free Beat halten: den Beat per Converter aus einem YouTube-Video ziehen. Das ist kein kostenloser Beat, sondern eine Kopie ohne Erlaubnis, mit Tag und in schwacher Qualität. Was ein Distributor beim Upload sehen will, steht in Song auf Spotify hochladen.

Echte Gratis-Lizenz erkennen: sechs Prüfpunkte

Airbit beschreibt in seiner Hilfe für Produzenten, dass man einen Beat gegen ein YouTube-Abo, eine E-Mail-Adresse oder ganz ohne Gegenleistung verschenken kann und dass ein Vertrag dabei keine Pflicht ist. Ein Free Beat kann also ohne jede schriftliche Bedingung bei dir landen. Prüf deshalb vor jedem Release diese sechs Punkte:

  1. Die Bedingungen stehen schriftlich da: in der Beschreibung, auf der Seite des Produzenten oder in einer PDF, nicht nur im Videotitel.
  2. Der Produzent ist klar benannt, mit Namen und Kontakt. Ein Kanal, der fremde Beats sammelt, kann dir keine Rechte geben, die er selbst nicht hat.
  3. Die erlaubten Nutzungen sind aufgezählt: Streaming, YouTube mit Monetarisierung, Verkäufe, Live. Was nicht dasteht, ist im Zweifel nicht erlaubt.
  4. Die Credit-Pflicht ist klar: welcher Name, wie geschrieben, an welcher Stelle.
  5. Content ID ist geregelt: Die Bedingungen sagen, ob der Produzent den Beat registriert hat und dass du ihn nicht registrieren darfst. Dann weißt du auch, an wen du dich bei einem Claim wendest.
  6. Die Datei ist ohne Tag, als WAV oder zumindest als gute MP3. Gibt es nur eine getaggte Datei, ist der Beat zum Anhören gedacht, nicht zum Veröffentlichen.

Fehlt ein Punkt, schreib dem Produzenten, bevor du Zeit und Geld in Aufnahme, Mix und Video steckst, und heb alles zusammen auf: Screenshot, Link, Mail. Wie eine bezahlte Lizenz aufgebaut ist und welche Begriffe darin stehen, erklärt Beat Lizenz erklärt.

Kostenlos üben auf jedem Beat von NKSounds

Zum Schreiben und Üben brauchst du keinen Download. Jeden Beat von NKSounds hörst du kostenlos und so oft du willst an. Die Vorschau trägt einen Voice-Tag, damit niemand den Beat ohne Lizenz veröffentlicht, zum Schreiben und Einrappen ist sie aber genau richtig. Auf jeder Beat-Seite findest du drei Werkzeuge:

Ein Rechenbeispiel für deinen ersten Part: Ein Takt hat vier Schläge, 16 Bars sind also 64 Schläge. Bei 90 BPM dauern sie rund 43 Sekunden (64 × 60 / 90), bei 140 BPM rund 27 Sekunden. Rappst du auf einem Trap Beat im Halftime-Feel und zählst im halben Tempo, verdoppelt sich die Zeit auf rund 55 Sekunden. Unter „Welche Struktur?“ siehst du direkt, wo deine 16 Bars beginnen und enden. Welche Beats zu welchem Flow passen, zeigt die Auswahl Beats zum Rappen.

Das kostenlose Beat-Pack von NKSounds

Willst du Beats herunterladen, um offline zu üben, gibt es das kostenlose Beat-Pack: drei Beats von NKSounds, direkt hier auf der Seite. Dafür abonnierst du unseren YouTube-Kanal, folgst uns auf Instagram und gibst deine E-Mail-Adresse an. Damit schreibst du, freestylst und nimmst deine Demos auf.

Wann sich die Standard-Lizenz lohnt

Sobald ein Song mehr werden soll als eine Demo, steht die Lizenz gegen das Risiko: ein gesperrter Song, blockierte Einnahmen, ein zweiter Release mit neuem Beat. Die Standard-Lizenz von NKSounds kostet 49 € und enthält:

Optional nimmst du die Stems für 20 € dazu oder erweiterte Rechte für Konzerte, Radio und TV für 50 €. Mit 3 für 2 bekommst du drei Beats mit Standard-Lizenz zum Preis von zwei, praktisch für eine EP oder eine Reihe von Singles. Läuft ein Song gut, wechselst du jederzeit auf die Exklusiv-Lizenz für 499 €, solange der Beat noch nicht exklusiv verkauft ist, und der Preis der Standard-Lizenz wird abgezogen. Weil die Standard-Lizenz nicht exklusiv ist, gilt auch hier: Content ID beim Distributor nicht aktivieren, und bei einem Claim dem Produzenten schreiben und die Lizenz mitschicken. Wer erst Shops und Marktplätze vergleichen will, findet einen Überblick unter Wo kann man Beats kaufen?

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Standard-Lizenz 49 € (MP3 + WAV, Vertrag inklusive) · Exklusiv-Lizenz 499 € · Stems +20 € · Erweiterte Rechte +50 €

Häufige Fragen

Darf man Free Beats benutzen?

Ja, so weit die Bedingungen des Produzenten es erlauben. Zum Üben, für Freestyles und Demos ist das fast immer der Fall. Für einen Release auf Spotify oder ein monetarisiertes Video brauchst du eine schriftliche Freigabe, die kommerzielle Nutzung ausdrücklich erlaubt. Steht nur „Free Beat“ im Titel und sonst nichts, behandle den Beat als nicht kommerziell, bis der Produzent dir etwas anderes schriftlich bestätigt.

Was bedeutet Free for Profit?

Free for Profit heißt: Du darfst den Beat kostenlos nutzen, auch für Songs, mit denen du Geld verdienst. So erklärt es zum Beispiel der Distributor RouteNote. Die Details legt aber der Produzent fest, etwa Credit-Pflicht, Plattformen und Content ID. Heb die Bedingungen schriftlich auf, denn manche Distributoren verlangen beim Upload das Lizenzdokument und nicht nur den Link zum Video.

Darf ich Free for Profit Beats auf Spotify hochladen?

Ja, wenn du die Erlaubnis schriftlich hast. Unchained Music zum Beispiel akzeptiert Free for Profit Beats von YouTube nur mit einer gültigen schriftlichen Lizenz des Produzenten, ein Link auf das Video reicht nicht. Lade beim Anlegen des Releases die Lizenz oder einen Screenshot der Bedingungen hoch, und aktiviere Content ID nicht, weil der Beat nicht dir allein gehört.

Sind lizenzfreie Beats kostenlos?

Nicht automatisch. Lizenzfrei heißt, dass du nach dem Kauf keine Abgaben pro Stream oder Verkauf an den Produzenten zahlst. Die Lizenz selbst kostet meistens Geld und regelt trotzdem, was du darfst. Wer nach lizenzfreien Beats sucht, landet deshalb oft bei kostenpflichtigen Angeboten. Kostenlos und lizenzfrei zugleich ist ein Beat nur, wenn der Produzent ihn ausdrücklich so freigibt.

Gibt es Beats ohne Urheberrecht?

Praktisch nein. Ein Beat ist das Werk seines Produzenten, und der entscheidet, wer ihn wie nutzen darf. „No Copyright“ im Videotitel ist eine Ansage, kein Vertrag, und ersetzt keinen Nachweis gegenüber deinem Distributor. Was es gibt, sind Beats, die der Produzent zu bestimmten Bedingungen freigibt. Diese Bedingungen solltest du schriftlich haben, bevor du veröffentlichst.

Wo finde ich kostenlose Beats zum Rappen?

Auf YouTube, bei Produzenten, die Beats per Newsletter verschenken, und bei NKSounds: Jeden Beat hörst du gratis an und schreibst mit „Text schreiben“ direkt darauf. Drei Beats zum Herunterladen gibt es im kostenlosen Beat-Pack auf dieser Seite. Für den Release eines Beats aus dem Katalog nimmst du die Standard-Lizenz, mit 3 für 2 auf drei Beats.