Was kostet ein Beat, wenn du wirklich einen Song darauf veröffentlichen willst? Kurz gesagt: Du bezahlst nicht für die Audiodatei, sondern für das Recht, sie zu nutzen. Deshalb kostet ein Beat beim einen Produzenten wenig und beim nächsten ein Vielfaches. Hier siehst du, was in unseren Preisen steckt, warum Beat-Preise so weit auseinandergehen, was ein kompletter Song am Ende kostet und wie du aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz bezahlst.
Was im Preis steckt: Standard-Lizenz und Exklusiv-Lizenz
Bei NKSounds gibt es zwei Lizenzen und zwei Optionen. Der Preis ist für jeden Beat im Katalog derselbe, egal wie neu oder wie gefragt er ist:
Standard-Lizenz, 49 €
MP3 und WAV ohne Tag, nicht exklusiv, für einen Song. Unbegrenzte Streams auf allen Plattformen, bis zu 1.000 physische Verkäufe (CD, Vinyl) und ein Musikvideo. Der Credit „Prod. NKSounds“ ist Pflicht.
Option Stems, +20 €
Die einzelnen Spuren (Drums, 808, Melodien), damit dein Engineer gezielt Platz für deine Stimme schaffen kann.
Option erweiterte Rechte, +50 €
Konzerte, Radio und TV zusätzlich zur Standard-Lizenz.
Exklusiv-Lizenz, 499 €
MP3, WAV und Stems, erweiterte Rechte inklusive, unbegrenzte Verkäufe und Videos. Der Beat wird aus dem Shop genommen, danach kann ihn niemand mehr lizenzieren.
Drei Dinge senken die Rechnung. Mit 3 für 2 bekommst du drei Beats mit Standard-Lizenz zum Preis von zwei. Läuft ein Song gut, kannst du jederzeit auf die Exklusiv-Lizenz upgraden: Der Preis deiner Standard-Lizenz wird abgezogen, solange der Beat noch nicht exklusiv verkauft wurde. Und für jeden gekauften Beat ist das Mastering deines Tracks gratis.
Welche Lizenz passt zu welchem Song? Für Demos, erste Singles und Mixtapes reicht meist die Standard-Lizenz. Trittst du live auf oder läuft dein Song im Radio, nimm die erweiterten Rechte dazu. Wird ein Track dein Aushängeschild, in das du Video und Promo steckst, lohnt sich ein Blick auf die exklusiven Beats.
Warum Beats bei jedem Produzenten anders kosten
Wie viel kostet ein Beat bei anderen Produzenten? Einen festen Marktpreis gibt es nicht. Die Unterschiede lassen sich aber fast immer mit denselben Punkten erklären:
- Leasing oder exklusiv
- Beim Leasing, also einer nicht exklusiven Lizenz, verkauft der Produzent denselben Beat an viele Artists. Bei einer Exklusiv-Lizenz verzichtet er auf alle künftigen Verkäufe dieses Beats. Deshalb kostet exklusiv fast überall ein Vielfaches.
- Stufen nach Dateien
- Viele Produzenten staffeln ihr Leasing: erst MP3, dann WAV, dann Trackout mit Stems. Je besser die Dateien, desto höher der Preis.
- Limits
- Manche Lizenzen begrenzen Streams, Verkäufe oder Videos. Ist die Grenze erreicht, musst du nachkaufen. Ein billiger Beat mit engem Limit kann am Ende teurer sein als ein Beat ohne Stream-Limit.
- Rechte
- Radio, TV und Konzerte stecken oft nicht im günstigsten Leasing, sondern kosten extra.
- Name des Produzenten
- Wer mit großen Artists arbeitet, verlangt mehr. Bei bekannten Namen gibt es oft keinen Listenpreis, sondern eine Verhandlung über Honorar und Beteiligung am Song.
- Vertrag
- Ein schriftlicher Lizenzvertrag gehört zum Preis. Ohne ihn hast du nichts in der Hand, wenn ein Distributor oder eine Plattform nachfragt.
Beim Beat kaufen ist der Preis deshalb nur die halbe Wahrheit. Stell bei jedem Angebot dieselben Fragen: Bekomme ich eine WAV ohne Tag? Gibt es ein Limit für Streams oder Verkäufe? Für wie viele Songs gilt die Lizenz? Sind Stems und Live-Rechte dabei? Bekomme ich einen schriftlichen Vertrag? Was die Begriffe rechtlich bedeuten und wofür du bei den Beat-Lizenz-Kosten genau zahlst, erklärt der Ratgeber Beat Lizenz erklärt.
Gratis Beat von YouTube: warum er teurer werden kann
Ein kostenloser Beat aus einem YouTube-Video wirkt wie die günstigste Lösung. Für einen Release ist er das selten:
Der Tag bleibt drin
Vorschauen von Produzenten tragen oft einen Voice-Tag, unsere auch. Wer den Beat aus dem Video zieht, hat den Tag im eigenen Song, dazu eine Datei in schwacher Qualität.
Claims und Sperren
Ist der Beat bei einem System zur Inhaltserkennung registriert, kann dein Song markiert werden. Dann gehen die Einnahmen an jemand anderen, oder der Track wird entfernt.
Kein Vertrag
Ohne schriftliche Lizenz kannst du nicht beweisen, dass du den Beat nutzen darfst. „Free for profit“ heißt nur das, was in den Bedingungen des Produzenten steht, und die solltest du vor dem Release schwarz auf weiß haben.
Zum Üben ist ein Gratis-Beat völlig in Ordnung. Sobald du veröffentlichst, ist die Lizenz die günstigste Versicherung, die du kaufen kannst: Ein gesperrter Song, verlorene Streams und ein zweiter Release kosten mehr Zeit und Geld als der Beat. Auch bei uns hörst du jeden Beat gratis an, mit Voice-Tag; die Dateien ohne Tag bekommst du mit der Lizenz.
Was ein kompletter Song kostet: Beat, Aufnahme, Mix, Master
Der Beat ist nur ein Posten im Budget. Ein fertiger Song hat meist fünf:
- Beat-Lizenz: 49 € mit Standard-Lizenz. Planst du mehrere Tracks, sinkt der Preis pro Song mit 3 für 2.
- Aufnahme: zu Hause fast ohne Zusatzkosten, wenn Mikro und Interface schon da sind, oder im Studio pro Stunde, pro Tag oder als Paket. Wie Studios abrechnen und wie du Angebote vergleichst, steht in Tonstudio Kosten.
- Mix: Stimme und Beat werden zu einem Song verbunden. Meist pro Song berechnet; mit Stems hat der Engineer mehr Kontrolle.
- Mastering: bei NKSounds für jeden gekauften Beat gratis. Du lädst deinen fertigen Mix in unser Online-Mastering hoch.
- Release: Ein Distributor bringt den Song auf Spotify und die anderen Plattformen, je nach Anbieter mit Abo, Gebühr pro Release oder Anteil an den Einnahmen. Wie das abläuft, zeigt Song auf Spotify hochladen.
Je nach Projekt kommen Cover und Video dazu. Schreib alle Posten auf, bevor du irgendetwas buchst: Wer den Gesamtpreis eines Songs kennt, sieht schnell, wo sich sparen lässt. Der größte Hebel ist meist die Studiozeit, und die sinkt, wenn Text und Struktur vorher fertig sind.
Bezahlen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
Alle Preise sind in Euro. In Deutschland und Österreich zahlst du also genau den Betrag, der im Shop steht, ohne Umrechnung. In der Schweiz und in anderen Ländern außerhalb der Eurozone zeigen Shop und Beat-Seiten zusätzlich eine Schätzung in deiner Währung an, zum Beispiel in Franken, mit einem „≈“ davor.
Warum nur ungefähr? Je nach Land kann die Kartenzahlung direkt in deiner Währung laufen. Dann rechnet der Zahlungsdienstleister um und schlägt eine Umrechnungsgebühr von 2 bis 4 % auf, deshalb kann der Betrag auf deiner Abrechnung leicht von der Schätzung abweichen. Zahlst du in Euro, rechnet deine Bank oder PayPal um. Bezahlt wird per Karte oder PayPal, über eine verschlüsselte Zahlungsseite in deiner Sprache.
So kaufst du einen Beat in vier Schritten
- Anhören: Hör dir die Auswahl unten an oder stöbere im ganzen Beat-Shop. Alles läuft gratis, mit Voice-Tag.
- Beat-Seite öffnen: Dort stehen BPM und Tonart. Unter „Welche Struktur?“ siehst du mit Timecodes, wo Parts und Hooks hinpassen, etwa „Hook zuerst“ oder „Part zuerst“. Mit „Text schreiben“ schreibst du deine Zeilen direkt auf den Beat, bevor du kaufst: Der laufende Teil leuchtet beim Abspielen auf, und dein Text bleibt im Browser gespeichert. So weißt du vor dem Kauf, ob der Beat zu deinem Flow passt.
- Lizenz wählen und bezahlen: Standard oder Exklusiv, bei Bedarf mit Stems oder erweiterten Rechten. Dann Warenkorb, Karte oder PayPal.
- Dateien erhalten: Audiodateien und Lizenzvertrag (auf Englisch) kommen per E-Mail. Bewahr beides gut auf, der Vertrag ist dein Nachweis gegenüber Distributor und Plattformen. Danach nimmst du auf, mischst und lädst den Mix fürs Gratis-Mastering hoch.
Wie teuer sind Beats also wirklich? Genau so teuer wie die Rechte, die dein Song braucht. Rechne vom Release aus: Wo soll der Track laufen, wie groß soll er werden, und willst du den Beat für dich allein? Dann weißt du, welche Lizenz du brauchst, und musst nicht mehr raten, was Beats kosten.
